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Huckingen Wappen
Die Geschichte Huckingens
Huckingen Wappen

 

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Die Früh- und Urgeschichte


Huckingen befindet sich in einem uralten Kulturraum zwischen dem unteren
Rhein und dem Angerbach und gleichzeitig an einer alten Nord-Süd-Handelsstraße zwischen dem Düsseldorfer und dem Duisburger Raum.

 

Funde belegen, dass die Gegend bereits in der mittleren Steinzeit (8000 – 5300 v. Chr.) besiedelt war.

Auch aus der jüngeren Steinzeit (5300 v. Chr. - 2000 v. Chr.) sind Funde, zum Beispiel neben dem Gut Kesselsberg, dem Biegerhof und in den Ehinger Bergen, bekannt.

 

Während aus der Bronzezeit kaum Spuren vorhanden sind, existieren für die jüngere Eisenzeit wieder einige Hinweise, z. B. aus dem Süden Huckingens nahe der alten Sandmühle.




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Die Antike:   1. bis 5. Jh. n. Chr.

Aus der römischen Epoche stammen germanische Gräber vom Ende des 2. Jahrhunderts bis Anfang des 3. Jahrhunderts am Heidberg und ein ein römischer Goldschatz bei Großenbaum.

Vom Gelände der Mannesmann-Werke stammt ein fränkischer Grabfund der Zeit um 500 .

In Huckingen selbst sind Siedlungsspuren aus der Spätantike, 4./5. Jahrhundert in der Nähe der Kirche Peter und Paul gemacht worden.

Aufgrund der Häufungen der Funde wird ein ursprünglichlicher Siedlungskernbereich von etwa 200 m an der heutigen Raiffeisenstraße mit Mittelpunkt Kirche Peter und Paul und einer Breite von etwa 135 m (bis zur heutigen Düsseldorfer Landstraße) angenommen.




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Das Mittelalter:   6. bis 15. Jh. n. Chr.

Wenn man den Namen Huckingen bzw. Huchilheim, also "ingen" bzw. "heim" betrachtet, kann man die Gründung in einer fränkischen, frühmittelalterlichen Zeit annehmen. Die ältesten Funde aus dem 4./5. Jh. sind nicht so häufig wie die aus dem 8./9. Jahrhundert. Die Archäologie hat diese Annahme mit vielen Grabungen belegen können.


Seit dem 10./11. Jahrhundert wurde ausserhalb dieses Bereiches gesiedelt (siehe Mittelalter).

 

Nördlich des Dorfes Huckingen (heute Bereich Steineres Kreuz) werden u.a. zwei Gefäße geborgen, die aus der Zeit 500 - 800 n. Chr. stammen.

ca. 1170

Das älteste Mauerwerk des Steinhofes geht in diese Zeit zurück.

1193

Die Grindsmark und die Huckinger Mark werden in einer Urkunde Kaiser Heinrichs VI genannt.

1229

Stift Kaiserswerth nennt in einer Urkunde den Ort Huchilheim (Huckingen).

1271

Medefurter bzw. Angerorter Mühle im Besitz des Ritters Heinrich von Linnep.

20.03.1289

Erstmalige Nennung einer Kapelle in Huckingen.

1318

Wedau, zu Huckingen gehörig, erstmals als Flurname erwähnt.

16.04.1374

Erstmalige urkundliche Nennung des Biegerhofes.

1404

Reinhard von Bottlemberg gen. Kessels (1418 gen. „Kessels up dem Berg“) auf Gut Kesselsberg.

1433

Angerort wird auf Befehl des Herzogs zur Festung ausgebaut.

1476

Huckingen zählt ca. 1.000 Einwohner.

06.05.1478

Ein „Weistum“ zur Festlegung von Grenzen zwischen dem Herzogtum Jülich/Berg und dem Herzogtum Kleve wird festgelegt und beschrieben.

1493

Fürst Herzog Wilhelm III von Jülich und Berg und Herzog Johann II von Kleve treffen sich zu einer Beratung auf dem Felde, zwischen Angerort und Wanheim in Huckingen.

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Die frühe Neuzeit:   16. und 17. Jh. n. Chr.

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1520

Albrecht Dürer macht bei einer Rheinreise Tagebuchnotizen über Angerort.

1532

In Huckingen „Am gruete Boom“ wird ein Wohnhaus errichtet. Der Name „Gruete Boom“ (Schlagbaum einer Zollstation zwischen Berg und Kleve) entwickelt sich später zu Großenbaum, einem üppigen Stadtteil von Duisburg. 

1566

Großes Hochwasser des Rheins in Huckingen.

1634

Angerort, Böckum, Kesselsberg und Remberg gehören zu den 12 Edelleutshäusern des Hauptgerichtes Kreuzberg (bei Kaiserswerth).

01.10.1644

Die Festung Angerort wird zerstört.

20.06.1651

Der Große Kurfürst und Herzog Wolfgang Wilhelm von Jülıch-Berg treffen sich auf dem Felde bei Angerort in Huckingen und schließen Waffenstillstand.

1687

Gründungsjahr St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Huckingen.

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Die Neuzeit:   18. und 19. Jh. n. Chr.

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1702

Auf Haus Böckum brennen die Wirtschaftsgebäude ab.

1746

Die Rochuskapelle wird restauriert.

1784

Großes Hochwasser in Huckingen.

05./06.09.1795

Tausende von französischen Truppen gehen in der Nacht vom 5. zum 6. September in Huckingen am Eichelskamp, im nördlichen Teil des Amtes Angermund (jetzt Stadtteil Wanheim) über den Rhein.

1799

Großes Hochwasser in Huckingen und Eisgang auf dem Rhein.

1799

Huckingen zählt ca. 1.000 Einwohner.

04.03.1802

Spee-Heltorf gelangt in den Besitz von Gut Kesselsberg.

1807

Angermund wird Municipalität (Bürgermeisterei).

1814

In der Huckinger Mark werden die letzten Wildpferde gefangen.

1816
Die Bürgermeisterei Angermund wird dem Kreis Düsseldorf zugegliedert.

1819

Die Grafen von Spee erwarben Halmes-, Stein- und Butendorfer Hof.

16.07.1821

Die bis zum 01.01.1958 bestehenden Grenzen des Erzbistums Köln und des Bistums Münster werden im Duisburger Raum entsprechend der alten bergisch-klevischen Grenze festgelegt.

1833

Die katholische Kirche in Huckingen wird selbständige Pfarre.

1840

Friedrich-Wilhelm Curtius kauft am Eichelskamp die Firma Funke & Wißmann und errichtet dort ein Schwefelsäure- und Tonerdewerk.

1843

Huckingen zählt ca. 1.471 Einwohner (diese Zahl enthält die Einwohner vom heutigen Großenbaum mit 232 Einwohnern).

09.02.1846

Die Bahnstation an der Strecke  Düsseldorf-Duisburg der Köln-Mindener Eisenbahn, auf Huckinger Gebiet liegend, wird von der Eisenbahnverwaltung mit „Großenbaum“ festgelegt.

1856

Die Grafen von Spee erwarben Haus Böckum.

1858

Gründung des Mündelheim Deichverbandes.

1866

Gründung des Männergesangvereins „Erholung“ in Huckingen.

1877

Grundsteinlegung der jetzigen neugotischen Kirche „St. Peter und Paul“ in Huckingen.

1883

Großes Hochwasser (Hochwasser waren auch 1845, 1855, 1876 und 1882).

1888

Dıe Hahnschen Werke werden errichtet.

1892

Kirchenchor „Cäcilia“ wird gegründet.

1895

Huckingen zählt ca. 3.389 Einwohner (diese Zahl enthält die Einwohner vom heutigen Großenbaum mit 386 Einwohnern).

1896

Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Huckingen.

01.04.1896

Großenbaum wird mit dem Gemeindeverband Huckingen vereınıgt.

06.07.1898

Gründung des Turn- und Sportvereins Huckingen (Tuspo).

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Die Gegenwart:   20. und 21. Jh. n. Chr.

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16.08.1900

Der Straßenbahnverkehr zwischen Düsseldorf und Duisburg wird über die alte Landstraße, der heutigen B8 bzw. L1, auf ganzer Strecke aufgenommen.

01.10.1909

Im Bereich Angerort nimmt das Blechwalzwerk Schulz-Knaudt seinen Betrieb auf.

1909/1910

Stromversorgung ( bis zum 1. Januar 1957) durch die RWE.

01.10.1911

Die Brunnenanlage in Böckum (Wittlaer) wird für das Duisburger Wasserwerk in Betrieb genommen. Damit erhält Huckingen eine Wasserleitung.

1914

Dıe Mannesmann-Röhrenwerke AG ın Düsseldorf erwerben die Schulz-Knaudtschen Anlagen in Huckingen.

13.05.1914

Einweihung des St.-Anna-Krankenhauses in Huckingen.

1919/20

Großes Hochwasser in Huckingen.

1925

Huckingen zählt 2.613 Einwohner (nach Ausgliederung der heute eigenständigen Verwaltungsbezirke Großenbaum, Buchholz, Wedau, Bissingheim, Hüttenheim etc. verringerte sich die Einwohnerzahl entsprechend).

1925/26

Großes Hochwasser in Huckingen; es war das letzte Hochwasser (großes Hochwasser heißt, Huckingen ist rundum von Wasser umgeben, der hochwasserfreie Teil des Ortes ist eine Insel).

01.05.1926

Die Straßenbahn von Düsseldorf nach Duisburg wird in eine Schnellbahn (D-Bahn) umgewandelt und erhält zum Teil eine neue Trasse.

04.04.1927

Verlegung des Angerbaches von der Ostseite des Dorfes auf die Westseite. Seitdem die Bezeichnung alter und neuer Angerbach. Mit der Verlegung des Angerbaches wurde Huckingen endgültig hochwasserfrei.

01.08.1929

Huckingen wird nach Duisburg eingemeindet.

1930

Huckingen zählt 2.440 Einwohner.

1936

Die Mannesmannwerke bauen ein neues Profilwalzwerk.

1939

Huckingen zählt 3.126 Einwohner.

22.05.1944

Luftangriff - das St.-Anna-Krankenhaus wird zum großen Teil zerstört; 47 Tote waren die Opfer. Auch Wohnhäuser wurden beschädigt oder auch total zerstört.

1953

Die evangelische Kirche wird gebaut.

01.01.1957

Stromversorgung durch die Stadtwerke Duisburg.

1959

Gründung des neuen Stadtteils Ungelsheim (ehemaliges Huckinger Gebiet).

April 1960

Der Biegerhof mit einer Fläche von 39 ha geht in den Besitz der Stadt Duisburg über.

1960

Eröffnung der Deutschen Bank Filiale Huckingen.

1962

Huckingen zählt 7.586 Einwohner (nach Gründung des neuen Stadtteils Ungelsheim im Jahre 1959 sind es 1962: 6.017 Einwohner).

16.02.1962

Eröffnung der Sparkassenzweigstelle Huckingen.

04.07.1967

Im Huckinger Mannesmann-Werk wird die damals größte Stranggussanlage der Welt in Betrieb genommen.

1969

Die Vereinbank nimmt den Betrieb auf, sie ist Nachfolgerin der früheren Spar- und Darlehnskasse (schon vor 1914 in Huckingen) sowie der Nachfolgeinstitute.

1971

Stromversorgung durch die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (DVV).

17.10.1972

Gründung des Bürgervereins Huckingen e.V.

1985

Der Heumannshof (Familie Beumer) wird abgerissen. Seitdem besteht kein landwirtschaftlicher Betrieb mehr ın Huckingen.

1987

300jähriges Bestehen der „St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft“

1991

Der MGV „Erholung“ besteht 125 Jahre.

1991

Das Wohnhaus des Hofes „Auf dem Heidberg“ fällt der Spitzhacke zum Opfer. Der landwirtschaftliche Betrieb war schon vorher aufgegeben worden.

1992

100 Jahre Kirchenchor „Cäcilia“ in Huckingen.

1996

100 Jahre Freiwillige Feuerwehr (FW-Gruppe 704) in Huckingen.

1997

25jähriges Bestehen des Bürgervereıns Duisburg-Huckingen.

1999

Huckingen mit eigener Internetseite.

31.12.2003

Huckingen zählt 8.923 Einwohner.

31.12.2004

Huckingen zählt 9.007 Einwohner.

2005

Gründung des Kultur-und Bürgerzentrum Steinhof Huckingen e.V.

31.12.2005

Huckingen zählt 9.079 Einwohner.

31.12.2006

Huckingen zählt 9.238 Einwohner.

31.12.2007

Huckingen zählt 9.418 Einwohner.

Mai 2008

Eröffnung des Kultur-und Bürgerzentrum Steinhof Huckingen e.V.

31.12.2008

Huckingen zählt 9.451 Einwohner.

31.12.2009

Huckingen zählt 9.564 Einwohner.

April 2010

Der Bürgerverein Huckingen stellt seine neue Internetseite vor.

31.12.2010

Huckingen zählt 9.625 Einwohner.

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Diese Zeittafel wird regelmäßig aktualisiert. Für Anregungen sind wir stets dankbar.

Informationen bitte an:   admin(at)bv-huckingen.de

Quellen:  Huckinger Heimatbuch - Band 1,  Heimatforscher Bernd Braun,  Wikipedia